Nachdem Ihr mich immer wieder nach Tipps fragt, wie Ihr so lange Haare bekommen könnt wie ich, ist es nun endlich an der Zeit, Euch meine persönliche „Haargeschichte“ zu erzählen. : ) Es sei zu Anfang gesagt, dass ich selbst auch nur Laie bin und keinesfalls professionelle Erfahrung in Sachen Haarpflege habe. Am Besten Ihr sprecht zusätzlich mit Eurer Friseurin, die ist viel besser ausgebildet als ich! Nichtsdestotrotz versuche ich Euch ein paar meiner eigenen Erfahrungen und Tipps mit auf den Weg zu geben. Vielleicht helfen Sie bei dem ein oder anderm von Euch ja so gut wie bei mir. : D

 

 

1 Weniger ist Mehr

Es mag jetzt zunächst „eklig“ klingen, aber ein absolutes Muss für gesundes Haar ist gleichzeitig auch das wohl am schwierigsten Umsetzbare: „Wasche deine Haare nie öfter als 2x die Woche!“ Als meine Friseurin das zu mir sagte, bin ich fast vom Stuhl gekippt.

Nach langem Überlegen habe ich dann doch beschlossen, den Rat zu befolgen und das Projekt anzugehen. Am Anfang war es definitiv eine riesige Umstellung und es hat mich einiges an Überwindung gekostet, aber mein Haar hat es mir super schnell gedankt! Begonnen habe ich damit sie alle 2 Tage zu waschen – und dann jede Woche immer einen Tag mit angehängt. Am Ende sah es dann ca. so aus:

  1. Haare waschen (natürlich ganz normal mit föhnen, glätten, locken etc.)
  2. Haare so lassen wie am Tag davor (offen tragen, keinen Zopf!)
  3. Haare so lassen wie am Tag davor (offen tragen, keinen Zopf! – falls es aber jetzt schon nicht anders geht: macht einen Zopf)
  4. Haare zum Zopf binden (ich habe mir immer einen Dutt gemacht)
  5. Dutt, wie an Tag 4
  6. Dutt, wie an Tag 4

…und dann wieder von vorne

Meine Haare waren nur am Anfang noch relativ schnell fettig, haben sich dann aber daran gewöhnt und sind immer länger „schön“ geblieben. Und ich war echt erstaunt, wie schnell sie auf einmal gewachsen sind! Mir ist es vorgekommen, als wären sie nach jeder Haarwäsche länger. xD

 

Fun-Fact: in der 3. Klasse habe ich mir meine Haare von Hüftlänge zu einem Pagenschnitt schneiden lassen und damit meine Friseurin zum weinen gebracht. 

 

2  Die richtige Pflege

Auch hier gilt der Grundsatz von Punkt 1! Ich persönlich benutze ein Shampoo für normales Haar. Das heißt: NICHTS auf dem irgendwas steht mit Volumen, besonderen Duft, coloriertes, feines, splissiges, sprödes usw.

Bei der Spülung suche ich mir dann allerdings immer eine mit „Extra“. Meine Lieblingsspülung, die auch perfekt für meine Haarstruktur passt, ist von Pantene pro-v: glatt & seidig. Da ich etwas Naturkrause habe und mein Haar nach dem Waschen aussieht wie in die Steckdose gefasst, ist das genau das Richtige. Hier müsst Ihr allerdings selbst testen, was für Euer Haar am besten ist.

Nach dem Waschen wird ganz normal geföhnt – Lufttrocknen ist bei meiner Haarlänge leider nicht. Danach benutze ich immer eine Sprüh-in Kur von Gliss Kur: Liquid Silk. Die hilft mir beim Durchkämmen mit dem Tangle Teezer. Wenn alle Knoten raus sind, kommt meine Geheimwaffe: Kokosöl. Und zwar das im Glas zum Kochen von DM. Einfach in den Händen verteilen bis es flüssig wird und dann ab damit in die Spitzen. Natürlich gibt es auch extra Produkte für die Haare, sind sind aber alle total überteuert und im Endeffekt nicht besser als das Original.

 

 

 

3  Eine gute Nacht

Super wichtig für Euer Haar ist, ohne Witz, die „Schlafposition“. Ein guter Friseur erkennt anhand Eurer Haarstruktur, auf welcher Seite Ihr am häufigsten schlaft, da hier die abgebrochenen Stellen vermehrt auftreten und die Haare schwieriger nachwachsen können. Im Umkehrschluss heißt das: öfter mal die Seite wechseln! Und schütz Euer Haar nachts immer, indem Ihr es in einem lockeren, tiefsitzenden Zopf zusammenbindet. Dabei ist wichtig, dass Ihr hierfür keinen zu dünnen Haargummi verwendet und vor allem auf die mit dem „Metallstück“ verzichtet.

 

Wenn ich über Nacht Locken haben möchte, flechte ich sie einfach. Frühs sind sie dann total schön gewellt und man muss nicht extra mit dem Lockenstab ran.

 

4  Geduld, Geduld, Geduld

Sind wir mal ehrlich: Selbst wenn Ihr alle Ratschläge der Welt beachten würdet, dauert es einfach seine Zeit. Ich habe schon öfter gehört, dass angeblich jeder seine „genetische“ Haarlänge besitzt und daher die Haare manchmal einfach nicht weiter wachsen. Das kann ich so allerdings nicht unterschreiben. Viel interessanter finde ich die Theorie, dass es bestimmte Haarlängen zu „überwinden“ gilt, bevor sie wieder schneller wachsen können. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich z.B. berichten, dass diese die schwierigsten Längen sind:

  1. Schulterlänge (Haare liegen auf der Schulter auf und werden damit ständiger Reibung ausgesetzt, wodurch sie schneller abbrechen)
  2. Haare auf Brusthöhe (kling erstmal lustig, ist aber so: die Haare liegen hier auf Eurer Brust auf und können dadurch schneller abbrechen)

 

 

Fazit

Ich hoffe der ein oder andere Tipp hilft, Eure persönliche Wunsch-Haarlänge zu erreichen und vor allem Eure Mähne gesund zu halten. : ) Selbstverständlich spielen noch viele weitere Faktoren, wie z.B. Ernährung, Jahreszeit usw. eine Rolle. Ich habe mir aber die Punkte rausgesucht, die mich persönlich am meisten überrascht haben und meiner Meinung nach am stärksten Einfluss auf meine Haare hatten.

Wenn Ihr auch Erfahrungen mit meinen oben genannten Punkten habt oder Euch noch weitere Tipps einfallen gerne her damit!

Anna <3